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Gesichtsschutz am Helm – Visiere, Pinlock-Systeme und Bauformen im Vergleich

Erfahren Sie, welche Visiertypen es gibt, wie Pinlock-Einsätze funktionieren und welche Bauform den besten Schutz bietet.
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Motorradhelm im modernen Wohnraum.
Auf einen Blick

Klare Sicht entscheidet im Straßenverkehr über Sekundenbruchteile – und oft über Leben. Ein Motorradhelm schützt den Kopf, doch erst das Visier sichert die Reaktionsfähigkeit bei Regen, Gegenlicht und Temperaturwechseln.

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Geschrieben von der Redaktion

Unabhängige Kaufberatung für Motorradhelme

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Inhaltsverzeichnis

Motorradhelm: Welche Helmtypen bieten welchen Gesichtsschutz?

Die Bauform legt fest, wie viel Schutz Ihr Gesicht im Aufprallfall erhält. Integralhelme umschließen Schädel, Kinn und Wangen vollständig aus einem Stück – keine Gelenke, keine Schwachstellen. Die feste Kinnpartie absorbiert Kräfte direkt an der Schale und leitet sie über das EPS-Polster kontrolliert ab. Gleichzeitig halten sie Fahrtwindgeräusche am wirksamsten gering, weil der geschlossene Aufbau den Luftstrom kanalisiert und vom Ohr fernhält.

Klapphelme kombinieren diesen Schutz mit einem hochklappbaren Kinnteil. Das erleichtert das Aufsetzen, den kurzen Stopp an der Tankstelle und vor allem das Tragen einer Brille. Brillenträger müssen die Bügel nicht durch enge Polsterspalten fädeln – die Brille bleibt auf der Nase, während Sie das Kinnteil öffnen und den Helm überziehen. Im geschlossenen Zustand erfüllen moderne Klapphelme die ECE 22.06 und schützen das Gesicht ebenso wirksam wie ein Integralhelm. Für Autobahnfahrten, längere Touren oder sportliche Landstraßenabschnitte sind sie eine sinnvolle Wahl.

Jethelme verzichten auf das Kinnteil und lassen Gesicht sowie Kinn offen. Das schafft maximale Luftzirkulation, ein großes Sichtfeld und das Gefühl freier Fahrt – aber keinen Schutz bei Frontalaufprall. Bei einem Sturz bleibt das Gesicht ungeschützt, Nasenbrüche und Kieferverletzungen sind die Folge. Jethelme passen zu gemäßigten Stadtfahrten, kurzen Rollerstrecken oder Cruiser-Touren im ruhigen Tempo. Wer regelmäßig höhere Geschwindigkeiten erreicht oder längere Strecken fährt, sollte die Grenzen kennen und abwägen, ob ein geschlossener Helm die bessere Entscheidung ist.

Motorradhelm: Visierarten und ihre Zulassung im Straßenverkehr

Visiere gibt es klar, getönt oder verspiegelt – doch nur klare Ausführungen sind nachts zugelassen. Klare Scheiben lassen nahezu das gesamte Licht durch und gewährleisten Sicht auch bei schwacher Beleuchtung. Getönte Varianten reduzieren Blendung durch Sonnenlicht und erhöhen den Kontrast bei hellem Tageslicht. Verspiegelte Visiere reflektieren zusätzlich einen Teil der Strahlung und schützen die Augen vor direkter Sonneneinstrahlung.

Die Straßenverkehrsordnung setzt klare Grenzen: Verspiegelte und stark getönte Visiere dürfen nur bei Tageslicht und guten Wetterbedingungen genutzt werden und sind bei Dämmerung und Dunkelheit verboten. Die reduzierte Lichtdurchlässigkeit schränkt die Erkennbarkeit von Hindernissen, Ampeln und anderen Verkehrsteilnehmern ein – besonders in Tunneln, bei Regen oder in der Abenddämmerung. Wer dennoch mit dunklem Visier fährt, riskiert neben einem Bußgeld auch einen Unfall durch verlängerte Reaktionszeit.

Ein klares Ersatzvisier mitzuführen ist deshalb unverzichtbar, sobald die Tour über die Dämmerung hinaus dauern könnte. Moderne Wechselvisiere lassen sich an den meisten Integral- und Klapphelmen werkzeuglos montieren – die Mechanik funktioniert über seitliche Rastnasen oder Schnellverschlüsse. Wer häufig zwischen Stadt und Landstraße pendelt, profitiert von Helmen mit integrierter Sonnenblende, die sich per Schieberegler hochklappen lässt. Das klare Außenvisier bleibt montiert und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen auch nachts.

Motorradhelm im Wohnzimmer.

Motorradhelm aus der Nähe – Optik, Material und Verarbeitung.

Motorradhelm: So funktioniert ein Pinlock-System gegen Beschlag

Ein Pinlock-Einsatz verhindert Beschlag durch eine luftdichte Barriere. Die Silikon-Wulstdichtung am Rand des Einsatzes bildet eine isolierte Luftkammer zwischen Außenvisier und innerer Scheibe. Diese Lufttasche wirkt wie eine Doppelverglasung und verhindert den Temperaturunterschied, der zu Kondenswasser führt. Warme Atemluft trifft auf das innere Visier, doch die isolierende Schicht hält die Innenseite warm genug, dass der Taupunkt nicht erreicht wird.

Die Doppelverglasung im Helm hält den Taupunkt fern und sorgt für klare Sicht.

Bevor Sie einen Pinlock-Einsatz kaufen, prüfen Sie die Vorbereitung Ihres Visiers. Suchen Sie nach zwei kleinen Schrauben oder Stiften auf beiden Seiten des Visiers, meist auf Höhe der Augenlinie. Fehlen diese Befestigungspunkte, ist keine Montage möglich – das Visier ist nicht kompatibel. Vor der Installation nehmen Sie das Visier ab und reinigen die Innenseite gründlich mit einem speziellen Helm- und Visierreiniger, damit der Einsatz sauber aufliegt und die Dichtung optimal greift.

Die Montage erfolgt in drei Schritten: Legen Sie den Pinlock-Einsatz mittig auf die Visierinnenseite, ziehen Sie ihn leicht auseinander und haken Sie beide Seiten in die Stifte ein. An jedem Stift befindet sich ein Drehmechanismus – drehen Sie die Befestigung nach vorne, erhöht sich die Dichtigkeit der Luftkammer; drehen nach hinten erleichtert Montage oder Demontage.

Nach dem Einbau hauchen Sie das Visier an – im Hauptsichtfeld sollte sich nur minimaler bis kein Beschlag bilden. Zeigt sich dennoch Feuchtigkeit, justieren Sie die Stifte nach vorne, bis die Dichtung vollständig anliegt.

Es gibt zwei gängige Varianten: Pinlock 70 ist der Standard-Einsatz für normale Bedingungen, während Pinlock 120 eine höhere Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit bietet. Der 120er-Einsatz ist dicker, bietet ein maximales Sichtfeld und eignet sich für längere Fahrten bei kaltem oder regnerischem Wetter. Beide Varianten lassen sich austauschen und behalten ihre Anti-Beschlag-Eigenschaften über längere Zeit, sofern Sie den Einsatz regelmäßig reinigen und bei Bedarf reaktivieren.

Gemütliche Wohnatmosphäre mit Motorradhelm.

Motorradhelm – ein Blick auf Ausstattung und Bedienung.

Motorradhelm und Brille – Passform und Material

Wer eine Sehhilfe trägt, muss Helm und Brille aufeinander abstimmen. Klapphelme erleichtern das Aufsetzen, weil die Brille auf Nase und Ohren bleiben kann und die Bügel nicht durch enge Polsterspalten gefädelt werden müssen. Das hochklappbare Kinnteil schafft genug Platz, um den Helm über die Fassung zu ziehen, ohne dass die Brille verrutscht oder gegen die Polster drückt.

Integralhelme verlangen dagegen präzise Handarbeit – Sie müssen die Bügel durch den schmalen Spalt zwischen Polster und Schale führen, bevor Sie den Helm schließen. Eine Übung, die mit Handschuhen mühsam wird und bei jeder Pause wiederholt werden muss.

Die Fassung entscheidet über freie Sicht und Druckstellen. Für Motorradfahrer eignen sich schmale Fassungsränder mit dünnen, hoch angesetzten Bügeln, die das seitliche Blickfeld frei lassen. Breite Rahmen oder tief angesetzte Bügel legen sich gegen die Wangenpolster und erzeugen nach wenigen Kilometern Druckpunkte, die im Lauf einer Tour unangenehm werden können. Achten Sie darauf, dass die Bügel nicht über die Schläfen hinausragen, damit sie nicht gegen die Helmschale stoßen, wenn Sie den Kopf drehen.

Das Glasmaterial beeinflusst Sicherheit und Beschlagneigung. Kunststoffgläser sind empfehlenswert, da sie bei Unfällen nicht oder weniger splittern als Glas und bei entsprechender Witterung weniger beschlagen. Eine Entspiegelung der Gläser verhindert störende Lichtreflexe, die nachts oder bei Gegenverkehr die Sicht einschränken. Wenn Sie zwischen Brille und Kontaktlinsen wählen können, sollten Sie beim Motorradfahren besser zur Brille greifen, da der notwendige Luftstrom im Helm die Augen und Kontaktlinsen austrocknen lassen kann – ein Effekt, der auf längeren Strecken zu brennenden Augen und nachlassender Konzentration führt.

Auch die beste Brille kann bei einem technischen Defekt oder Steinschlag am Visier ausfallen. Brillenträger sollten immer eine Ersatzbrille in der entsprechenden Sehstärke dabeihaben, entweder im Tank- oder Taschenrucksack. Ohne Sehhilfe ist die Weiterfahrt verboten und gefährlich – und ein Optiker auf Landstraßen oder in ländlichen Regionen selten schnell erreichbar.

Motorradhelm: Kratzer am Visier – Grenzen der Reparatur

Kratzer auf dem Visier streuen das Licht und blenden bei Nacht und Gegenlicht, wodurch die Verkehrssicherheit leidet und das Unfallrisiko zunimmt. Schon kleine Riefen in der Oberfläche wirken wie Prismen, die Scheinwerferlicht oder tiefstehende Sonne in alle Richtungen ablenken. Im Dunkeln oder bei Dämmerung verzerren diese Streuungen das Sichtfeld, verschleiern Konturen und verzögern die Reaktion auf Hindernisse oder Querverkehr.

Beschichtete Kunststoffe sind besonders kritisch, da Hartschicht, Antireflex und Pinlock sich nicht wiederherstellen lassen. Polieren entfernt zwar oberflächliche Kratzer im reinen Polycarbonat, zerstört aber gleichzeitig alle aufgebrachten Funktionsschichten. Ein Visier mit kratzfester Beschichtung verliert diese Eigenschaft dauerhaft, sobald Sie mechanisch eingreifen. Ein Pinlock-fähiges Visier mit beschädigter Innenbeschichtung verliert die Haftung des Einsatzes; ein antireflex-behandeltes Glas zeigt nach dem Polieren Schlieren und Doppelbilder, die nachts gefährlicher sind als die ursprünglichen Kratzer.

Polycarbonat erwärmt sich beim Polieren schnell und kann dabei Schleier oder Doppelbilder zeigen, weshalb Sie in einem kleinen Bereich testen sollten, bevor Sie die gesamte Fläche bearbeiten. Die Reibungswärme verformt das Material lokal, und selbst bei vorsichtigem Arbeiten entstehen milchige Zonen, die nicht mehr verschwinden. Wer ohne Probefläche beginnt, riskiert ein Visier, das zwar kratzfrei ist, aber keine klare Durchsicht mehr bietet.

Bei fühlbaren, tiefen Riefen, verletzten Beschichtungen oder Schäden im Sichtfeld ist ein Austausch die beste Wahl. Kratzer, die Sie mit dem Fingernagel ertasten können, reichen meist durch die gesamte Oberflächenschicht und lassen sich nicht mehr polieren, ohne das Visier optisch zu ruinieren. Beschichtungen, die bereits abgeplatzt oder durchstoßen sind, ziehen Feuchtigkeit in die Zwischenräume und führen zu weiterer Ablösung. Sobald Kratzer im zentralen Sichtfeld liegen, gefährden sie die Verkehrssicherheit unmittelbar – hier hilft nur ein neues Visier.

Zahnpasta ist zur Kratzerentfernung ungeeignet, da sie ungleichmäßig abrasiv ist und Schlieren sowie milchige Flächen erzeugt. Die Schleifkörper in Zahncremes variieren in Größe und Härte; manche Partikel sind gröber als Kratzer und vertiefen die Schäden. Zudem hinterlässt der Schaum Reste in den Riefen, die nach dem Trocknen als weiße Flecken sichtbar werden. Was bei Glas oder Metall funktionieren mag, zerstört auf Kunststoff-Visieren die Oberfläche endgültig.

Motorradhelm in einer Raumecke aufgestellt.

Motorradhelm – Optik und Details im Überblick.

Pinlock-Wartung und Reinigung

Die isolierende Lufttasche des Pinlock-Systems kann mit der Zeit Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch die Wirksamkeit sinkt. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Visier trotz Pinlock beschlägt, liegt das meist nicht an einem Defekt, sondern daran, dass die Silikonschicht Wasserdampf gespeichert hat und die Isolierung dadurch nachlässt. Zur Reaktivierung müssen Sie den Einsatz entfernen, gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen – oft kehrt die Anti-Beschlag-Wirkung nach diesem Schritt zurück.

Gesättigte Silikonschichten verlieren ihre Isolierkraft, bis sie getrocknet werden.

Bei der Reinigung sollten Sie behutsam vorgehen: Verwenden Sie warmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel ohne aggressive Chemikalien. Lösemittelhaltige Sprays, Scheuerpulver oder grobe Tücher können die weiche Oberfläche des Pinlock-Films zerkratzen oder die Silikon-Dichtung beschädigen. Spülen Sie den Einsatz unter fließendem Wasser ab, lassen Sie ihn an der Luft trocknen und vermeiden Sie Küchenpapier oder raue Handtücher, die Fusseln oder feine Kratzer hinterlassen. Auch das Hauptvisier sollten Sie in diesem Zuge reinigen, damit kein Schmutz zwischen den Schichten zurückbleibt.

Pinlock-Filme sind austauschbar und behalten ihre Anti-Beschlag-Eigenschaften über längere Zeit. Wenn die Sicht trotz Reinigung eingeschränkt bleibt, der Einsatz vergilbt oder die Silikonwulst Risse zeigt, ist ein Austausch sinnvoll. Die Lebensdauer hängt von der Nutzungshäufigkeit, der Pflege und der Lagerung ab; ein Einsatz, der regelmäßig gewaschen und korrekt getrocknet wird, hält oft mehrere Saisons. Ersatz-Filme erhalten Sie im Fachhandel oder über den Helmhersteller – achten Sie darauf, dass Größe und Modell zur Visierbefestigung passen, damit die Silikonwulst rundum abdichtet.

Motorradhelm bei abendlichem Licht im Raum.

Motorradhelm – wichtige Merkmale auf einen Blick.

Sicherheitsnormen und Austauschpflicht nach Sturz

Die aktuelle Helmnorm ist ECE-R 22.06, die seit Juni 2022 gilt. Nach der früheren Norm ECE 22.05 geprüfte Helme dürfen weiterverwendet werden – eine Austauschpflicht besteht nicht. Die neue Vorschrift verschärft Prüfverfahren für Stoßdämpfung, Rotationskräfte und Sichtfeld, verlangt reflektierende Elemente und testet mehrere Aufprallpunkte. Für Sie ändert sich beim Helmkauf nichts, solange das ECE-Prüfzeichen vorhanden ist. Ältere Modelle mit 22.05-Plakette bleiben straßentauglich und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen im Verkehr.

Offener und geschlossener Helm im Regal eines Motorradgeschäfts.

Offene und geschlossene Bauformen schützen das Gesicht unterschiedlich weit.

Motorradhelme müssen nach Unfällen oder Stürzen unbedingt ausgetauscht werden, selbst wenn sie äußerlich scheinbar unbeschädigt sind. Das Innenmaterial – meist expandiertes Polystyrol – verformt sich bei einem Aufprall bleibend und verliert die Fähigkeit, Energie zu absorbieren. Eine zweite Kollision trifft dann auf ein Material, das bereits komprimiert ist und keinen Schutz mehr bietet. Auch kleine Haarrisse in der Schale, die von außen unsichtbar bleiben, schwächen die Struktur dauerhaft. Die Investition in einen neuen Helm ist die einzige Möglichkeit, den ursprünglichen Sicherheitsstandard wiederherzustellen.

Bei regelmäßiger Verwendung gilt eine Nutzungsdauer von etwa fünf Jahren als angemessen. Das Dämmmaterial gibt nach, die Polster setzen sich und der Helm sitzt dann nicht mehr optimal. Ein lockerer Sitz erlaubt im Aufprall Bewegung – die Schale rutscht, das Visier trifft auf das Gesicht oder die Kinnriemen reißen aus. Gleichzeitig versprödende Verklebungen und UV-geschädigte Kunststoffe verlieren ihre Festigkeit.

Helme aus thermoplastischen Kunststoffen können bei starker UV-Strahlung und durch Lösungsmittel oder Benzin früher verspröden, weshalb sie nach rund fünf Jahren ausgetauscht werden sollten. Lagern Sie den Helm trocken, kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung, um Materialermüdung zu verzögern. In Deutschland besteht seit 1976 Helmpflicht für Motorradfahrer – ein Helm, der seinen Schutz verloren hat, erfüllt diese Pflicht nur noch auf dem Papier.

Motorradhelm: Vergleichstabelle

Stand 17.10.2026. Aktuelle Preise und Verfügbarkeit stehen in den Angebotskarten unter diesem Artikel.

Modell Bauform
Westt Klapphelm Klapp-/Modularhelm
LS2 Advant X Spectrum Klapp-/Modularhelm
ORIGINE Klapphelm Klapp-/Modularhelm
Bogotto H128 Solid Integralhelm
Bogotto V337 Wild-Ride Enduro-/Crosshelm
ORIGINE Klapp-/Modularhelm, Integralhelm, Jethelm
Bogotto Integralhelm, Enduro-/Crosshelm, Jethelm, Klapp-/Modularhelm
HJC Klapp-/Modularhelm, Integralhelm
LS2 Klapp-/Modularhelm, Integralhelm, Jethelm, Enduro-/Crosshelm, Klapp-Helm
LS2 Advant X Carbon Future II Integralhelm
LS2 FF807 Dragon Carbon Integralhelm
LS2 Rapid III Solid Integralhelm
LS2 Advant X Solid Klapp-/Modularhelm
LS2 OF616 Airflow II Solid Jethelm
LS2 Advant X Metryk Klapp-/Modularhelm
LS2 Vector II Integralhelm
LS2 Advant II Solid Integralhelm
LS2 Thunder Carbon GP Aero Integralhelm
SHARK Integralhelm, Enduro-/Crosshelm, Jethelm
AIROH Enduro-/Crosshelm, Integralhelm, Jethelm, Klapp-/Modularhelm
LS2 Fast II Grotesk Enduro-/Crosshelm
LS2 Explorer Spire Enduro-/Crosshelm
LS2 Stream II Solid Integralhelm
LS2 Advant Solid Klapp-/Modularhelm
LS2 Explorer Carbon Frontier II Enduro-/Crosshelm
LS2 Explorer 06 Enduro-/Crosshelm
LS2 MX703 X-Force Pro FIM Enduro-/Crosshelm
YEMA Klapphelm Integralhelm
Bogotto H586 BT Illus Jethelm
CGM Integralhelm, Jethelm, Klapp-/Modularhelm
Sena Klapp-/Modularhelm
BHR Jethelm, Integralhelm, Klapp-/Modularhelm
BELL Abgeleitet aus Modellnamen wie ‚Bullitt GT‘, ‚Eliminator‘, ‚Custom 500‘, ‚MX-9 Adventure‘, ‚SRT Modular‘, ‚Scout Air‘, etc.
Shot Race Gear Enduro-/Crosshelm
MOMODESIGN Jethelm
Germot Klapp-/Modularhelm, Integralhelm, Jethelm
ORIGINE Klapphelm Integralhelm Klapp-/Modularhelm
O’NEAL Integralhelm, Adventurehelm
AGV Jethelm, Klapp-/Modularhelm
Nolan Jethelm
CABERG Klapp-/Modularhelm, Enduro-/Crosshelm, Integralhelm, Jethelm
SCORPION Klapp-/Modularhelm, Integralhelm, Jethelm
ORIGINE Integralhelm Integralhelm
ORIGINE Delta Basic Klapp-/Modularhelm
Bogotto FG-102 Safari Klapp-/Modularhelm
Bogotto FF404 Ezion Klapp-/Modularhelm
Bogotto H271 Taog Klapp-/Modularhelm
Bogotto Rapto Demon Integralhelm
ORIGINE Jethelm Jethelm
Bogotto FF122 BGT Klapp-/Modularhelm
Bogotto FG-601 Duo Enduro-/Crosshelm
Bogotto FF403 Murata Klapp-/Modularhelm
Bogotto FF118 Integralhelm
Bogotto H272 Bluetooth Klapp-/Modularhelm
Bogotto H589 Solid Jethelm
Bogotto H541 Solid Jethelm
Bogotto FS-X600 Klapp-/Modularhelm
Bogotto H595 SPN Jethelm
Bogotto V331 Pro Tour Enduro-/Crosshelm
CABERG Duke X Klapp-/Modularhelm
O’NEAL SIERRA Integralhelm
O’NEAL Kini ADV Adventurehelm
Westt Motocross Helm Enduro-/Crosshelm
Acerbis Klapp-/Modularhelm, Integralhelm, Jethelm
VINZ Strada Flipback Integralhelm
Römer Integralhelm, Jethelm, Klapp-/Modularhelm
Westt Jethelm Jethelm
LS2 Advant X Carbon Klapp-Helm
LS2 Strobe II Klapp-/Modularhelm
HJC F100 Carbon Klapp-/Modularhelm
HJC C10 Solid Integralhelm
HJC V60 Scoby Integralhelm
ILM Dual Sport Adventure Enduro-/Crosshelm
ILM Integralhelm Integralhelm
UIGJIOG Kinder Crosshelm Enduro-/Crosshelm
ILM Modular Full Face Klapp-/Modularhelm
UIGJIOG Downhill Enduro-/Crosshelm
UIGJIOG Motocross Enduro-/Crosshelm
UIGJIOG MTB Fullface Enduro-/Crosshelm
AGV K5 Jet Evo Jethelm
AGV Streetmodular Klapp-/Modularhelm
AGV Tourmodular Klapp-/Modularhelm
AIROH TWIST 3 Enduro-/Crosshelm
AIROH Aviator 3 Enduro-/Crosshelm
AIROH Commander Enduro-/Crosshelm
AIROH Mathisse Integralhelm
AIROH Kombakt Jethelm
AIROH Specktre Klapp-/Modularhelm
SHARK SPARTAN GT PRO CARBON Integralhelm
RALLOX Flip-Up Klapp-/Modularhelm
RALLOX 229 Italia Jethelm
SHARK RIDILL 2 Integralhelm
SHARK Spartan RS Carbon Integralhelm
SHARK VARIAL RS CARBON Enduro-/Crosshelm
SHARK D-SKWAL 3 Integralhelm
SHARK Skwal i3 Integralhelm
SHARK Skwal i3 Jet Integralhelm
SHARK S-Drak 2 Jethelm
Nolan N40-5 06 Jethelm
Römer Integralhelm Integralhelm
Römer RR20170 Integralhelm
Römer RR10901 Jethelm
Römer RR10701 Jethelm
Römer RR10801 Jethelm
Römer RR20770 Klapp-/Modularhelm
CABERG Tanami Enduro-/Crosshelm
CABERG Avalon Blast Integralhelm
CABERG Roxter Hunter Integralhelm
CABERG Tanami Carbon Integralhelm
CABERG Freeride X Solid Jethelm
SCORPION EXO-TECH EVO Klapp-/Modularhelm
CABERG Freeride Iron Jethelm
CABERG Riviera V4 X Mia Jethelm
CABERG Freeride X Imola Jethelm
CABERG Flyon II Jethelm
CABERG Flyon II Boss Jethelm
CABERG Trip Mono Klapp-/Modularhelm
CABERG Duke II Tour Klapp-/Modularhelm
CABERG Trip Lunar Klapp-/Modularhelm
CABERG Horus X Klapp-/Modularhelm
CABERG Levo X Elite Klapp-/Modularhelm
SCORPION EXO-930 EVO Klapp-/Modularhelm
SCORPION Exo-1500 Carbon Air Integralhelm
SCORPION ADX-2 Klapp-/Modularhelm
SCORPION Exo-530 Air Integralhelm
SCORPION EXO-1500 Carbon Air Ultra TCT Integralhelm
SCORPION EXO-491 Integralhelm
SCORPION Exo-City II Jethelm
SCORPION Belfast Evo Jethelm
SCORPION Belfast Evo Carbon Jethelm
SCORPION Exo-Tech Evo Pro Klapp-/Modularhelm
Germot GM 970 Klapp-/Modularhelm
Germot GM 350 Integralhelm
Germot GM 670 Jethelm
Germot GM 196 Jethelm
Germot GM 660 Jethelm
Germot GM 100 Jethelm
Germot GM1000 Klapp-/Modularhelm
BEON Stradale Integralhelm
BEON Skull Stratos Integralhelm
BEON Lifestyle Jethelm
CGM VALENCIA JEREZ Integralhelm
CGM 316 SPEED RACER Integralhelm
CGM VALENCIA PANTHER Integralhelm
CGM 191 PIX Sprint Jethelm
BHR 830 Flash Jethelm
CGM Malindi Basic Jethelm
CGM 569 C-Max City Klapp-/Modularhelm
CGM 507 Pincers Race Klapp-/Modularhelm
CGM Klapphelm Klapp-/Modularhelm
CGM 508 Limousine Race Klapp-/Modularhelm
Sena Outrush 2 Klapp-/Modularhelm
Sena Outrush R Klapp-/Modularhelm
BHR 836 FLIP-UP Integralhelm
BHR 831 Rocket Integralhelm
Acerbis Rider Logo Klapp-/Modularhelm
Acerbis X-Way Integralhelm
BHR Demi-Jethelm Salina Jethelm
BHR 807 Reverse Klapp-/Modularhelm
Acerbis Aria Sport Jethelm
BELL Pit Boss Abgeleitet aus Modellnamen wie ‚Bullitt GT‘, ‚Eliminator‘, ‚Custom 500‘, ‚MX-9 Adventure‘, ‚SRT Modular‘, ‚Scout Air‘, etc.
Shot Race Gear Furious Enduro-/Crosshelm
Acerbis Brezza Jethelm
Acerbis Aria 2023 Camo Jethelm
Acerbis Aria Metallic Jethelm
Acerbis Jet Brezza Metallic Jethelm
Acerbis Skodela Jethelm
Acerbis Aria 2026 Jethelm
Acerbis Serel Solid 2024 Klapp-/Modularhelm
Acerbis Fs-606 Klapp-/Modularhelm
Acerbis Serel Klapp-/Modularhelm
MOMODESIGN FGTR Classic Jethelm

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Welches Modell wofür?

Die Wahl des Helms und Visiers bestimmt, wie gut Ihr Gesicht geschützt ist und wie klar Sie sehen – bei jeder Witterung, jeder Tageszeit und jedem Tempo. Integralhelme bieten den umfassendsten Schutz durch eine geschlossene Schale aus einem Guss, die Kinn und Gesicht vollständig umschließt.

Fahrerin setzt vor der Fahrt eine Brille unter dem Helm auf.

Brille und Helm müssen zusammenpassen, damit weder Druck noch Beschlag stört.

Klapphelme wie der LS2 Advant X Spectrum kombinieren denselben Schutzumfang mit dem Komfort eines hochklappbaren Kinnteils, das Brillenträgern das Aufsetzen erleichtert. Jethelme verzichten auf Kinn- und Gesichtsschutz und eignen sich daher nur für Stadt- und Kurzstreckenfahrten – bei höheren Geschwindigkeiten erreichen sie schnell ihre Grenzen.

Visiere müssen zur Tageszeit passen: Klare Ausführungen sind nachts Pflicht, getönte und verspiegelte dürfen nur bei Tageslicht und guten Wetterbedingungen genutzt werden. Wer mit dunklem Visier startet, muss ein klares Ersatzvisier mitführen, um bei Dämmerung oder im Tunnel rechtskonform zu bleiben.

Das Pinlock-System löst das Problem beschlagener Scheiben durch eine luftdichte Doppelverglasung – die Silikon-Wulstdichtung bildet eine isolierende Lufttasche, die den Temperaturunterschied zwischen Atemluft und Außenklima ausgleicht. Vor der Montage prüfen Sie, ob Ihr Visier zwei kleine Stifte trägt; nach dem Einbau hauchen Sie die Scheibe an – im Hauptsichtfeld sollte sich nur minimaler bis kein Beschlag bilden.

Brillenträger profitieren von Klapphelmen. Schmale Fassungsränder mit dünnen, hoch angesetzten Bügeln lassen das seitliche Blickfeld frei; Kunststoffgläser splittern bei Unfällen weniger als Glas und beschlagen bei entsprechender Witterung langsamer. Eine Entspiegelung verhindert störende Lichtreflexe. Kontaktlinsenträger sollten beim Motorradfahren besser zur Brille greifen, weil der Luftstrom im Helm Augen und Linsen austrocknen lässt. Eine Ersatzbrille in der entsprechenden Sehstärke gehört in jede Gepäcktasche.

Kratzer am Visier streuen das Licht und blenden bei Nacht und Gegenlicht; beschichtete Kunststoffe lassen sich nicht wiederherstellen, weil Hartschicht, Antireflex und Pinlock nicht nachwachsen. Polycarbonat erwärmt sich beim Polieren schnell und zeigt dann Schleier oder Doppelbilder – testen Sie jeden Polierversuch in einem kleinen Bereich. Zahnpasta erzeugt ungleichmäßig abrasive Flächen und milchige Schlieren; nutzen Sie stattdessen warmes Wasser, mildes Reinigungsmittel ohne aggressive Chemikalien und lassen Sie das Visier an der Luft trocknen.

Nach Unfällen oder Stürzen muss der Helm sofort ausgetauscht werden, selbst wenn er äußerlich unbeschädigt erscheint – das Innenmaterial verformt sich bleibend und verliert die Schutzwirkung. Bei regelmäßiger Verwendung gilt eine Nutzungsdauer von etwa fünf Jahren als angemessen, da Dämmmaterial nachgibt und Kunststoffe verspröden. Die aktuelle Helmnorm ist ECE-R 22.06; nach der früheren Norm ECE 22.05 geprüfte Helme dürfen weiterverwendet werden, eine Austauschpflicht besteht nicht.

Wer Helm und Visier nach diesen Kriterien auswählt – Bauform nach Einsatzgebiet, Visier nach Tageszeit und Witterung, Pinlock gegen Beschlag, klare Passform für Brille oder Helm allein – erhält einen Gesichtsschutz, der Sicherheit und Komfort vereint. Die Produktboxen zeigen Helme mit den beschriebenen Merkmalen; welche Kombination am besten passt, hängt von Ihrem Fahrstil, Ihrer Kopfform und den Strecken ab, die Sie zurücklegen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Nein, das ist technisch nicht möglich. Pinlock-Einsätze benötigen zwei kleine Schrauben oder Stifte auf beiden Seiten des Visiers, um die Silikon-Wulstdichtung fest gegen das Hauptvisier zu pressen und so die isolierende Luftkammer zu schaffen. Fehlen diese Vorrichtungen, lässt sich ein Pinlock nicht sicher montieren – die luftdichte Barriere, die Beschlag verhindert, kann dann nicht entstehen.

Wenn Sie Beschlag vermeiden möchten, bleiben Ihnen Alternativen wie Anti-Beschlag-Sprays oder eine Ersatz-Visier-Beschichtung, die manche Hersteller anbieten. Eine Nachrüstung der Stifte am Visier selbst ist in der Regel nicht vorgesehen und würde das Visier beschädigen oder die Zulassung gefährden. Prüfen Sie beim Helmkauf, ob der Hersteller Pinlock-Vorbereitung als Ausstattungsmerkmal nennt – so bleiben Sie flexibel für den Fall, dass Sie später einen Einsatz ergänzen möchten.

Besser nicht. Haushalts-Glasreiniger enthalten häufig Alkohole, Ammoniak oder andere Lösungsmittel, die Polycarbonat – das Material der meisten Motorradhelm-Visiere – angreifen und verspröden lassen. Auch Beschichtungen wie Hartschicht, Antireflex oder Pinlock-Einsätze können durch solche Mittel dauerhaft geschädigt werden. Die Folgen reichen von milchigen Schlieren über verletztes Material bis hin zu feinen Rissen, die bei Nacht und Gegenlicht Licht streuen und blenden.

Verwenden Sie stattdessen lauwarmes Wasser, einen weichen Schwamm oder ein Mikrofasertuch und bei Bedarf ein mildes Spülmittel ohne aggressive Zusätze. Lassen Sie das Visier an der Luft trocknen, anstatt es trocken zu reiben – so vermeiden Sie Kratzer und Fusseln. Speziell für Visiere entwickelte Reinigungsmittel und -tücher sind im Motorrad-Fachhandel erhältlich und schonen Material und Beschichtungen.

Ein klares Visier bleibt Pflicht, sobald die Dämmerung einsetzt oder Sie nachts fahren – verspiegelte und stark getönte Visiere sind dann gesetzlich verboten. Im Winter beginnt die Dämmerung früher und dauert länger, weshalb Sie in der Regel den Großteil der Fahrt mit klarem Visier absolvieren. Wenn Sie tagsüber dennoch Blendung durch tiefstehende Sonne vermeiden möchten, bietet sich ein Helm mit integrierter Sonnenblende an: Sie klappen den getönten Einsatz bei Bedarf herunter und fahren abends mit klarem Außenvisier weiter, ohne anhalten und wechseln zu müssen.

Achten Sie darauf, dass das klare Visier ein Pinlock-System aufnimmt oder zumindest eine Anti-Beschlag-Beschichtung trägt – im Winter kondensiert Atemfeuchtigkeit besonders schnell, und Beschlag beeinträchtigt die Sicht noch stärker als im Sommer. Führen Sie außerdem ein zweites, klares Ersatzvisier mit, falls das erste unterwegs verschmutzt oder beschädigt wird.

Die Empfehlung, einen Motorradhelm nach etwa fünf Jahren auszutauschen, gilt bei regelmäßiger Verwendung – doch auch selten getragene Helme altern. Thermoplastische Kunststoffe, aus denen viele Helmschalen gefertigt sind, können durch UV-Strahlung, Temperaturwechsel und Luftfeuchtigkeit verspröden, selbst wenn der Helm nur im Schrank liegt. Das EPS-Dämmmaterial im Inneren verliert mit der Zeit an Elastizität, und die Polster setzen sich.

Wenn Sie den Helm nur wenige Male pro Jahr nutzen, kann die Lebensdauer etwas länger sein – eine pauschale Austauschpflicht nach fünf Jahren gibt es nicht. Entscheidend ist der tatsächliche Zustand: Prüfen Sie Schale, Visier und Innenfutter regelmäßig auf Risse, Verfärbungen oder nachlassende Passform. Nach jedem Sturz – auch einem scheinbar harmlosen – muss der Helm sofort ersetzt werden, da das Innenmaterial bleibend verformt wird und die Schutzwirkung verloren geht. Lagern Sie den Helm trocken, kühl und lichtgeschützt, um die Alterung zu verlangsamen.

Ja, in allen Ländern der Europäischen Union und darüber hinaus in vielen Staaten, die die ECE-Regelung anerkennen, dürfen Sie Ihren nach ECE 22.05 geprüften Helm weiterhin tragen – es besteht keine Austauschpflicht. Die neue Norm ECE-R 22.06 gilt seit Juni 2022, aber Helme, die nach der Vorgängernorm zugelassen wurden, dürfen als vorhandene, unbeschädigte Helme weiter genutzt werden.

Informieren Sie sich vor Reisen in Nicht-EU-Länder über die dort geltenden Vorschriften – manche Staaten erkennen nur bestimmte Normen an oder fordern zusätzliche Reflexstreifen. Innerhalb Europas jedoch bleibt ein Helm mit ECE 22.05 ohne Einschränkung zugelassen.

Nehmen Sie das Visier ab und suchen Sie auf der Innenseite nach zwei kleinen Schrauben oder Stiften, die symmetrisch links und rechts angebracht sind – meist etwa in Höhe der Augen. Diese Vorrichtungen dienen dazu, den Pinlock-Einsatz einzuhaken und die Silikon-Dichtung gegen das Hauptvisier zu pressen. Sind die Stifte vorhanden, ist Ihr Visier Pinlock-fähig. Fehlen sie, ist eine Nachrüstung technisch nicht möglich.

Manche Hersteller liefern bereits ab Werk einen Pinlock-Einsatz mit; in diesem Fall finden Sie ihn entweder bereits montiert oder lose im Zubehörkarton. Achten Sie beim Helmkauf auf die Ausstattungsliste – „Pinlock prepared“ oder „Pinlock ready“ bedeutet, dass die Stifte vorhanden sind und Sie bei Bedarf einen passenden Einsatz erwerben können. Die Kompatibilität ist herstellerspezifisch – kaufen Sie nur Pinlock-Einsätze, die für Ihr Visiermodell freigegeben sind.

Ja, das kann vorkommen. Die isolierende Lufttasche des Pinlock-Systems kann mit der Zeit Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch die Wirksamkeit sinkt – besonders bei längeren Fahrten in kalter, feuchter Luft. In diesem Fall müssen Sie den Einsatz entfernen, mit warmem Wasser und mildem Reinigungsmittel ohne aggressive Chemikalien reinigen und vollständig an der Luft trocknen lassen, um die Anti-Beschlag-Eigenschaften zu reaktivieren. Auch eine zu lockere Montage kann dazu führen, dass die Silikon-Wulstdichtung keine luftdichte Barriere mehr bildet und Feuchtigkeit eindringt.

Prüfen Sie nach dem Einbau die Dichtung, indem Sie das Visier anhauchen – im Hauptsichtfeld sollte sich nur minimaler bis kein Beschlag bilden. Pinlock 120 unterscheidet sich vom Pinlock 70 durch höhere Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit, ist dicker und bietet maximales Sichtfeld – bei extremen Winterbedingungen kann diese Variante Vorteile bringen. Drehen Sie die Befestigungsstifte nach vorne, um die Dichtigkeit der Luftkammer zu erhöhen, oder nach hinten, wenn Sie den Einsatz zur Reinigung entnehmen möchten.

Nein, das ist gesetzlich verboten. Verspiegelte und stark getönte Visiere dürfen nur bei Tageslicht und guten Wetterbedingungen genutzt werden und sind bei Dämmerung und Dunkelheit nicht zulässig. Die Lichtdurchlässigkeit reicht dann nicht mehr aus, um Verkehrszeichen, Fußgänger und Hindernisse rechtzeitig zu erkennen – das Unfallrisiko steigt erheblich. Auch die Polizei kann Sie anhalten und ein Bußgeld verhängen, wenn Sie mit unzulässigem Visier unterwegs sind.

Führen Sie stets ein klares Ersatzvisier mit, damit Sie vor Einbruch der Dämmerung wechseln können, oder wählen Sie einen Helm mit integrierter Sonnenblende, die Sie bei Bedarf hochklappen. So bleiben Sie flexibel und vermeiden rechtliche Konsequenzen. Klare Visiere sind nachts Pflicht – nur sie garantieren ausreichende Sicht und erfüllen die Anforderungen der Straßenverkehrsordnung.

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